Cala Mondragó und Cala S’Aramador

Die Cala S’Aramador und Cala Mondragó liegen in einer tief in die Küste geschnittenen Bucht im Landschaftsgebiet Migjorn. Rundherum liegt das Naturschutzgebiet Parc natural de Mondragó. Die Cala Mondragó allerdings liegt knapp außerhalb dieses Gebietes und ist daher mit Hotels und Restaurant bebaut. Beide Buchten sind jedenfalls sehenswert. Wenn Sie die Anfahrt über die Cala S’Aramador wählen, führt der Weg Sie auf einen bewachten, kostenpflichtigen Parkplatz inmitten des Naturparks.

Der Parc natural de Mondragó ist knapp 800 Hektar groß und entstand aus einer Initiative der Grup d’Ornitologia Balear heraus, die sich dem Schutz der Vögel auf den Baleareninseln verschrieben hat. Mehr als 70 Vogelarten sind in diesem Refugium heimisch, hinzu kommen Zugvögel, die hier im Spätherbst auf Ihrer Reise gen Süden Station machen. Vielfach sind auch Echsen und gar Schlangen im Naturpark anzutreffen. Vom Parkplatz der Cala S’Aramador aus lässt sich der Park über verschiedene Rundwege erkunden, die durch dicht mit Kiefern bestandenen Waldwege führen. Die Bäume werden häufig fälschlicherweise als Pinien bezeichnet – diese sind jedoch auf den gesamten Balearen nicht häufig anzutreffen. Vermutlich trägt der lateinische Name der Aleppo-Kiefern Pinus halepensis zu dem Missverständnis bei. Dabei ist die “echte” Pinie Pinus pinea an ihrer weit ausladenden, schirmartig geformten Krone sehr gut zu erkennen. Zum Wandern reicht die Ausdehnung des Parks mithin nicht aus, aber als Spaziergang sind die Wege für Menschen jeden Alters hervorragend geeignet.

Cala S’Aramador

Der Weg hinunter zur Cala S’Aramador führt über eine Steintreppe mit weit gefassten Stufen. Die Cala S’Aramador verfügt über groben Sandstrand, der an der zentralen Wasserlinie häufig mit Algen und Seegras bedeckt ist. Die begehrtesten Plätze befinden sich somit abseits der Mitte. Das Wasser fällt nur leicht ab, was die Cala S’Aramador zu einer beliebten Badestelle für Familien macht. Der Strand ist recht breit und auch sehr tief, so dass sich das Besucheraufkommen recht gut verteilt.

Eine kleine Strandbar versorgt die Badegäste mit Eis, Getränken und einfachen Speisen. Zwei Sturzbäche, die jedoch nur nach starken Regenfällen Wasser aus dem Naturpark herausführen, münden in die Bucht. Der Parkplatz inmitten des Naturparks wird mit 5 € je Tag berechnet – der Betrag kommt einer örtlichen Behindertenwerkstatt zu Gute. Strandliegen und Sonnenschirme können am Strand gemietet werden. Ein promenadenartiger Weg verbindet die Cala S’Aramador mit der Cala Mondragó.

Länge: 150 Meter
Untergrund: grober Sand
Wasserqualität: Sauber
Besucheranzahl: Mittel
Parkplätze: kostenpflichtig, 5 € je Tag
Region: Migjorn

Cala Mondragó

Der Blick in die Cala Mondrago - selbst in der Nebensaison ist der Strand gut besucht.
Der Blick in die Cala Mondrago – selbst in der Nebensaison ist der Strand gut besucht.

Die Cala Mondragó ist die große Schwester der Cala S’Aramador – nicht unbedingt wegen ihrer Ausdehnung, sondern wegen des teilweise extremen Besucheraufkommens. Der Grund ist der mit kleinen Hotels bebaute Strand, dessen Gäste den Strand als natürliche Badestelle nutzen. Dafür ist die Infrastruktur der Cala Mondragó ein Pluspunkt: Öffentliche Toiletten und Restaurants sorgen hier für einen entspannten Aufenthalt. Sie können hier auch Tretbote mit Rutschenaufsatz mieten. Auch die Cala Mondragó hat sanft abfallendes Wasser und moderaten Wellengang.

Länge: 120 Meter
Untergrund: grober Sand
Wasserqualität: Sauber
Besucheranzahl: Hoch
Parkplätze: Ja
Region: Migjorn

Inselheld

Inselfan und Autor des Insel-Leben.de Projektes. Jede freie Minute wird der schönsten Nebensache der Welt gewidmet - der Erkundung der schönsten Inseln und dem Schreiben darüber.

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