Migjorn – Der Süden

Als Migjorn wird der Süden der Insel Mallorca bezeichnet. Landschaftlich ist Migjorn durch die weite, flache Ebene charakterisiert, die sich hier von der Pla de Mallorca weiter fortsetzt. Die höchste Erhebung der Region Migjorn ist mit 500 metern Höhe der Puig Sant Salvador. Campos ist das regionale Zentrum – geprägt ist es durch die landwirtschaftliche Umgebung. Mit dem Strand Es Trenc gehört einer der größten und beliebtesten Strände von Mallorca zur Region Migjorn. Neben diesem lassen sich diverse kleine Buchten entdecken, die Migjorn zu einem beliebten Reiseziel bei Badeurlaubern machen. Touristisch weit entwickelt ist Colònia de Sant Jordi, der frühere Hafenort von Campos.

Es Caragol – Naturstrand inmitten des Migjorn

Ebenfalls ist ausgehend vom Leuchtturm El Faro De Ses Salines die Sandbucht Es Caragol zu erreichen. Der Fußweg zu diesem Strand dauert etwa 30 Minuten und ist daher leichter zu bewältigen als der mühsame Weg zur Calò des Marmols.
Der Pfad führt in westlicher Richtung direkt an der Küste entlang und stellt einen attraktiven Spaziergang dar.

Der Strand selbst ist recht ausladend. Weite Teile der Wasserlinie sind von Seegras bedeckt, aber es gibt auch freie Stellen. Im Sommer stellt dieser Strand eine gelungene Alternative dar, denn einfach zu erreichende Strände sind dann meist sehr voll. Der Sand der Es Caragol hat eine angenehm weiße Farbe, was ihn zu einem sehr attraktiven Strand macht.

In den Dünen dieses Naturstrandes tummeln sich nackte Sonnenanbeter, denn der Strand ist auch als FKK-Refugium bekannt. Infrastruktur ist nicht vorhanden – das sorgt leider für unappetitliche Zwischenfälle auf der Suche nach einem Liegeplatz in den Dünen.

Wenn Sie noch 15 Minuten weiter wandern, erreichen Sie die Cala En Tugores – die Bucht ist zum Baden ungeeignet, als Zwischenziel für einen Ausflug jedoch empfehlenswert.

Länge: 450 Meter
Tiefe: 40 Meter
Wasserqualität: Hoch
Besucheranzahl: Mittel
Parkplätze: Nein
Region: Migjorn
Besonderheit: Bei Einheimischen im Sommer beliebt

Der Blick über die Caló des Moro

Caló des Moro – tropischer Strand von Mallorca

Wer die Caló des Moro erblickt, der wähnt sich eher in der Südsee als auf Mallorca. Türkisblaues Wasser umspült seichte Felsen in der verwinkelten Bucht. Um in diesen Genuss zu kommen, muss der geneigte Badeurlauber allerdings eine gewisse Mühsal auf sich nehmen. Weiterlesen

Cala Llombards – schönster Strand Mallorcas

Die Cala Llombards ist Nachbarbucht der Cala Santanyi und vom Aussichtpunkt des Es Pontàs sichtbar. Ähnlich wie die Cala Santanyi ist sie tief in die Felsen der südlichen Küste Mallorcas – der Region Migjorn – eingeschnitten. Das sorgt für ruhiges, klares Wasser und perfekte Badebedingungen. Weiterlesen

Cala Mondragó und Cala S'Aramador

Cala Mondragó und Cala S’Aramador

Die Cala S’Aramador und Cala Mondragó liegen in einer tief in die Küste geschnittenen Bucht im Landschaftsgebiet Migjorn. Rundherum liegt das Naturschutzgebiet Parc natural de Mondragó. Die Cala Mondragó allerdings liegt knapp außerhalb dieses Gebietes und ist daher mit Hotels und Restaurant bebaut. Beide Buchten sind jedenfalls sehenswert. Wenn Sie die Anfahrt über die Cala S’Aramador wählen, führt der Weg Sie auf einen bewachten, kostenpflichtigen Parkplatz inmitten des Naturparks. Weiterlesen

Campos

Campos ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde im Süden der Insel Mallorca in der Region Migjorn.

Der Ort hat 8000 Einwohner. Die Stadt selbst liegt 9 Kilometer von der Küste und 35 Kilometer von Palma entfernt. Die Gemeinde wird weithin ihrer Kapern wegen gerühmt, die geschmacklich unschlagbar sein sollen und in jedem Restaurant der Region als Zutat verwendet werden. Weiterlesen

Markt in Santanyi

Santanyi

Santanyi liegt im äußersten Südosten der Insel Mallorca und ist mit knapp 12.000 Einwohnern die größte Stadt der gleichnamigen Gemeinde in der Region Migjorn.

Die Stadt wurde mit dem Abbau des dort vorkommenden Sandsteins Mares groß – der typische gelbbraune Charakter des Baumaterials ist wie in Santanyi auf ganz Mallorca zu sehen. Die Stadt des “heiligen Schafs” hat keinen direkten Küstenzugang – das bedeutet auf Mallorca zumeist, dass die historische Form der Stadt erhalten bleibt und nicht mit touristischen Bausünden überzogen wird. Das gilt auch für Santanyi, dessen historische Altstadt prachtvoll und sehenswert ist. Weiterlesen

Cala d’Or

Der einladende Badeort Cala d’Or liegt direkt an der gleichnamigen “goldenen Bucht” auf Mallorca in der Region Migjorn und hat 4000 Einwohner. Trotz seiner attraktiven Lage wurde der Bau großer Hotelanlagen vermieden – stattdessen wurde auf niedrige, weiß getünchte Gebäude gesetzt, die sich harmonisch in das Landschaftsbild einpassen. So entstand ein küstennahes Kleinod, das auch den Namen “Klein-Ibiza” erhalten hat.

Cala d’Or – entstanden am Reißbrett

Der Ort Cala d’Or hat keinen historischen Bezug, wurde vielmehr vom Architekten Pep Costa ganzheitlich geplant, um den Tourismus in den angrenzenden Gemeinden zu fördern. Große Hotelanlagen sind in direkter Umgebung trotzdem zu finden, so dass auch Cala d’Or viel besucht ist. Cala d’Or liegt genau auf der Grenze zwischen den Gemeinden Felanitx und Santanyi, so dass die verschiedenen Ortsteile unterschiedlichen Gemeinden zuzurechnen sind.

Cala d’Or ist verkehrsberuhigt und mit seinen vielen Einbahnstraßen nicht sehr autofreundlich. Der Effekt ist positiv, denn der Ort lädt zum Bummeln und Spazieren ein. Der Ort verfügt dazu über eine Vielzahl kleiner Cafés, Bars und hübscher Läden – in den Fußgängerzonen tobt das Leben. Der Ort verfügt neuerdings über einen kleinen Yachthafen, so dass auch der Besuch per Boot möglich ist.

Buchten und Strände bei Cala d’Or

In direkter Umgebung von Cala d’Or finden Sie hübsche Sandstrände und schöne Buchten, die allerdings in der Hauptsaison hoffnungslos überfüllt sind: Die Cala Gran ist die bekannteste und größte Bucht der Umgebung – sie bietet einen großen, feinen Sandstrand und herrlich klares Wasser. Wenn Sie lieber einen kleineren Strand bevorzugen, bieten sich Calo Petít (zur Strandseite hin spitz zulaufend und somit platztechnisch sehr begrenzt) und Calo de Ses Dones (hübsch gelegen und von Pinien gesäumt) an. Beide sind allerdings weit davon entfernt, ein Geheimtipp zu sein. In der Umgebung finden Sie zudem noch die Cala Ferrera (sehr stark bebaut und restlos überlaufen), die Cala Esmeralda (sehr hübsch inmitten der felsigen Klippenküste gelegen) und die Cala Serena.

Zwischen den Buchten verkehrt ein Bummelzug, der die Badegäste einigermaßen gleichverteilt. Mit dem Auto sind weitere attraktive Buchten, insbes. Die Cala Llombards und die Cala Mondrago erreichbar. Es ist auf Mallorca generell empfehlenswert, früh aufzubrechen und den Vormittag zum Baden zu nutzen, bevor mit anbrechender Mittagshitze der Besucherstrom überhand nimmt. Meiden Sie Cala d’Or zu Hauptsaison. In der Nebensaison hingegen ist der Besuch sehr empfehlenswert.

Sehenswürdigkeiten in Cala d’Or

Neben der kulinarischen Versuchungen bietet Cala d’Or eine historische Sehenswürdigkeit: Die Festungsanlage Es Forti – auch bekannt als Bateria Nueva de Cala Llonga – liegt oberhalb der Ortschaft und diente einstmals dem Schutz des natürlichen Hafens. Sie wurde nach der Zerstörung durch ein Erdbeben erst im Jahre 1793 wieder errichtet – sie ist daher recht gut erhalten. Die exponierte Lage der Festung garantiert einen herrlichen Blick über die Küste.