Orte

Die wichtigsten Orte auf Mallorca finden Sie hier beschrieben. Der Fokus liegt auf den jeweiligen Sehenswürdigkeiten und auf der näheren Umgebung.

Alcúdia

Alcúdia ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde im Nordosten der Insel Mallorca und zählt zur landschaftlichen Region RaiguerAlcúdia ist gleichsam Eingangstor für die Halbinsel Cap des Pinar, die auch Victòria genannt wird, die die Buchten von Pollença und Alcúdia teilt. Weiterlesen

Sóller

Sóller ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde im Nordwesten der Insel Mallorca. Die Ortschaft weist 7500 Einwohner aus und liegt in einem Tal inmitten der Serra de Tramuntana, 30 Kilometer nördlich von Palma. Die abgeschiedene Lage inmitten der höchsten Gipfel der Insel sorgte in der Vergangenheit dafür, dass sich eine eigenständige Kultur mit sehr selbsttätigen Bewohnern entwickelte, die ihr fruchtbares Land für ausgiebigen Handel mit dem europäischen Festland – insbes. mit Frankreich – nutzen. Das doppelte L im Ortsnamen Sóller wird im Spanischen übrigens als i gesprochen. Weiterlesen

Banyalbufar

Die Gemeinde Banyalbufar mit ihrem gleichnamigen Dorf als Verwaltungssitz sei hier ebenfalls erwähnt, weil die Umgebung des Dorfes so malerisch und echt mallorquinisch ist. Das Dorf selbst hat zwar nur 500 Einwohner, die um die alte Baronia – den Hauptsitz der einst absolutistischen Regierung des Tals – herum wohnen.
Das Dorf selbst ist terrassenartig in die Hänge der Serra de Tramuntana eingebettet, unterhalb des Dorfes ist eine malerische Bucht gelegen.

Der Verlust der Malvasier-Traube

Die Mauren haben der Insel in dieser Region jedoch ein lebendiges Erbe hinterlassen, dass sich primär an den noch heute funktionierenden Bewässerungssystemen zeigt. Wurde einstmals vornehmlich Wein in Form der heute weitestgehend unbekannten Malvasier-Traube angebaut, so werden die Systeme heute für Tomaten und andere Gemüsesorten genutzt. Beachtlich ist die Art und Weise, mit der die Mallorquiner das schroffe Felsland urbar gemacht haben. Mit terrassenartig angelegten Feldern wurde der maximale Wirtschaftsraum aus der abweisenden Landschaft gewonnen.

Der Verlust der bevorzugten Anbaugebiete der Malvasier-Traube soll das spanische Herrscherhaus derart getroffen haben, dass ein Hauptgrund für die Rückeroberung der Insel Mallorca die Wiedergewinnung der Weinversorgung gewesen sein soll.

Die Malvasier-Traube wird heute wiederentdeckt und auf einigen Weinbergen Mallorca’s bereits wieder domestiziert.

Strände und Buchten bei Banyalbufar

In der Gegend um Banyalbufar finden Sie außerdem versteckte und wenig besuchte Buchten, als da wären die Cala Banyalbufar, Es Corral Fals und Son Bunyola. In diesem Teil der Insel fallen die Badestellen allerdings eng und felsig aus.

Die umliegende Sierra Tramuntana hält anspruchsvolle Wandertouren bereit, die von Banyalbufar aus angetreten werden können. Auch der Fernwanderweg GR221 führt an Banyalbufar vorbei.

Manacor

Manacor ist die zweitgrößte Stadt der Insel Mallorca und ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde Manacor im Llevant – dem Osten der Insel.

Manacor hat knapp 27000 Einwohner und gilt neben Palma als industrielles Zentrum der Insel, ja sogar als Zentrum der spanischen Perlenindustrie – denn das Unternehmen Majorica, bekannt für seine Kunstperlen – hat hier ihren Sitz. Für den Besuch der Stadt Manacor sollte der Vormittag gewählt werden – dann hat die Pfarrkirche Nostra Senyora dels Dolors ihre Tore geöffnet, die Nachmittags geschlossen bleiben. Ebenfalls sehenswert ist der Bereich der Innenstadt mit der weitläufigen Fußgängerzone, die jeweils Montags durch den Wochenmarkt zusätzlich belebt wird. Weiterlesen

Artà – Perle des Llevant

Artà ist eine althistorische Stadt im Nordosten von Mallorca mit ca. 7500 Einwohnern. Artà liegt in der Region Llevant. Sie wurde erstmals 1232 als Yartân erwähnt, diverse Spuren menschlicher Besiedlung in direkt benachbarten Ausgrabungsstättem zeugen jedoch bereits von frühzeitlicher Besiedlungstätigkeit. Weiterlesen

Palma – Hauptstadt der Insel Mallorca

Palma gilt seit jeher als weltoffene und mondäne Stadt. Das mag in ihrer Tradition begründet sein. Wie so viele Städte im Mittelmeerraum waren es die Römer, die den Grundstein der Stadt legten, um die Eroberung Mallorcas zu ermöglichen. Ihre erste Siedlung auf der Insel nannten sie Palmeria – Siegespalme. Heute thront der Königspalast Castello del Belverre an der Stelle, die einst römische Statthalter als erste Befestigung wählten. Weiterlesen

Valldemossa

Der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde Valldemossa gilt als eines der schillerndsten Touristenziele der Insel. Das hängt einerseits mit der herrlichen Lage des Ortes mit 1500 Einwohnern inmitten der Serra de Tramuntana zusammen. Andererseits aber auch damit, dass Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand hier 3 Monate des Winters 1838/1839 verbrachten – Sand schrieb daraufhin ihr Standardwerk Ein Winter auf Mallorca. Weiterlesen

Campos

Campos ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde im Süden der Insel Mallorca in der Region Migjorn.

Der Ort hat 8000 Einwohner. Die Stadt selbst liegt 9 Kilometer von der Küste und 35 Kilometer von Palma entfernt. Die Gemeinde wird weithin ihrer Kapern wegen gerühmt, die geschmacklich unschlagbar sein sollen und in jedem Restaurant der Region als Zutat verwendet werden. Weiterlesen

Markt in Santanyi

Santanyi

Santanyi liegt im äußersten Südosten der Insel Mallorca und ist mit knapp 12.000 Einwohnern die größte Stadt der gleichnamigen Gemeinde in der Region Migjorn.

Die Stadt wurde mit dem Abbau des dort vorkommenden Sandsteins Mares groß – der typische gelbbraune Charakter des Baumaterials ist wie in Santanyi auf ganz Mallorca zu sehen. Die Stadt des “heiligen Schafs” hat keinen direkten Küstenzugang – das bedeutet auf Mallorca zumeist, dass die historische Form der Stadt erhalten bleibt und nicht mit touristischen Bausünden überzogen wird. Das gilt auch für Santanyi, dessen historische Altstadt prachtvoll und sehenswert ist. Weiterlesen

Cala d’Or

Der einladende Badeort Cala d’Or liegt direkt an der gleichnamigen “goldenen Bucht” auf Mallorca in der Region Migjorn und hat 4000 Einwohner. Trotz seiner attraktiven Lage wurde der Bau großer Hotelanlagen vermieden – stattdessen wurde auf niedrige, weiß getünchte Gebäude gesetzt, die sich harmonisch in das Landschaftsbild einpassen. So entstand ein küstennahes Kleinod, das auch den Namen “Klein-Ibiza” erhalten hat.

Cala d’Or – entstanden am Reißbrett

Der Ort Cala d’Or hat keinen historischen Bezug, wurde vielmehr vom Architekten Pep Costa ganzheitlich geplant, um den Tourismus in den angrenzenden Gemeinden zu fördern. Große Hotelanlagen sind in direkter Umgebung trotzdem zu finden, so dass auch Cala d’Or viel besucht ist. Cala d’Or liegt genau auf der Grenze zwischen den Gemeinden Felanitx und Santanyi, so dass die verschiedenen Ortsteile unterschiedlichen Gemeinden zuzurechnen sind.

Cala d’Or ist verkehrsberuhigt und mit seinen vielen Einbahnstraßen nicht sehr autofreundlich. Der Effekt ist positiv, denn der Ort lädt zum Bummeln und Spazieren ein. Der Ort verfügt dazu über eine Vielzahl kleiner Cafés, Bars und hübscher Läden – in den Fußgängerzonen tobt das Leben. Der Ort verfügt neuerdings über einen kleinen Yachthafen, so dass auch der Besuch per Boot möglich ist.

Buchten und Strände bei Cala d’Or

In direkter Umgebung von Cala d’Or finden Sie hübsche Sandstrände und schöne Buchten, die allerdings in der Hauptsaison hoffnungslos überfüllt sind: Die Cala Gran ist die bekannteste und größte Bucht der Umgebung – sie bietet einen großen, feinen Sandstrand und herrlich klares Wasser. Wenn Sie lieber einen kleineren Strand bevorzugen, bieten sich Calo Petít (zur Strandseite hin spitz zulaufend und somit platztechnisch sehr begrenzt) und Calo de Ses Dones (hübsch gelegen und von Pinien gesäumt) an. Beide sind allerdings weit davon entfernt, ein Geheimtipp zu sein. In der Umgebung finden Sie zudem noch die Cala Ferrera (sehr stark bebaut und restlos überlaufen), die Cala Esmeralda (sehr hübsch inmitten der felsigen Klippenküste gelegen) und die Cala Serena.

Zwischen den Buchten verkehrt ein Bummelzug, der die Badegäste einigermaßen gleichverteilt. Mit dem Auto sind weitere attraktive Buchten, insbes. Die Cala Llombards und die Cala Mondrago erreichbar. Es ist auf Mallorca generell empfehlenswert, früh aufzubrechen und den Vormittag zum Baden zu nutzen, bevor mit anbrechender Mittagshitze der Besucherstrom überhand nimmt. Meiden Sie Cala d’Or zu Hauptsaison. In der Nebensaison hingegen ist der Besuch sehr empfehlenswert.

Sehenswürdigkeiten in Cala d’Or

Neben der kulinarischen Versuchungen bietet Cala d’Or eine historische Sehenswürdigkeit: Die Festungsanlage Es Forti – auch bekannt als Bateria Nueva de Cala Llonga – liegt oberhalb der Ortschaft und diente einstmals dem Schutz des natürlichen Hafens. Sie wurde nach der Zerstörung durch ein Erdbeben erst im Jahre 1793 wieder errichtet – sie ist daher recht gut erhalten. Die exponierte Lage der Festung garantiert einen herrlichen Blick über die Küste.

Cala Millor

Der Badeort Cala Millor liegt im Nordosten direkt an der Küste in der Region Llevant und zählt ca. 6500 Einwohner. Kern des Ortes ist der knapp zwei Kilometer lange Sandstrand. Der “beste Ort” ist vom Tourismus geprägt. Entsprechend ist die Küstenlinie stark bebaut und der Sandstrand in den Sommermonaten sehr stark besucht.

Neben vielen Hotel-Gästen hat der Ort auch viele deutsche und britische EInwohner, die hier ihren Zweitwohnsitz haben.
Der Wochenmarkt von Cala Millor findet am Montag statt. Das Angebot zielt deutlich auf die Bedürfnisse der Touristen ab. Im September finden in Cala Millor verschiedene Festlichkeiten – die Festes del Turista – statt, die darauf ausgelegt sind, die touristische Saison zu verlängern. Anzurechnen ist den lokalen Verantwortlichen, dass sie gar nicht erst versuchen, einen traditionellen Hintergrund für die Festivitäten anzuführen.