Manacor

Manacor ist die zweitgrößte Stadt der Insel Mallorca und ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde Manacor im Llevant – dem Osten der Insel.

Manacor hat knapp 27000 Einwohner und gilt neben Palma als industrielles Zentrum der Insel, ja sogar als Zentrum der spanischen Perlenindustrie – denn das Unternehmen Majorica, bekannt für seine Kunstperlen – hat hier ihren Sitz. Für den Besuch der Stadt Manacor sollte der Vormittag gewählt werden – dann hat die Pfarrkirche Nostra Senyora dels Dolors ihre Tore geöffnet, die Nachmittags geschlossen bleiben. Ebenfalls sehenswert ist der Bereich der Innenstadt mit der weitläufigen Fußgängerzone, die jeweils Montags durch den Wochenmarkt zusätzlich belebt wird.

Manacor und der Via Verde

Den Besuch können Sie mit dem Besuch der Via Verde verbinden, dessen Startpunkt Manacor ist. Entlang einer verlassenen Bahnlinie ist hier über 29 km jeglicher motorisierter Verkehr verboten – ein Paradies für Radfahrer und Wanderer. Die Strecke hat nicht viele Steigungen, dafür aber sehr reizvolle Ausblicke auf die umgebende Landschaft. Die alten Bahnhöfe entlang der Strecke wurden restauriert und beherbergen Restaurants, Cafés und Galerien. Das Gebiet wurde stark aufgeforstet, streckenweise dauern die Arbeiten noch an. Einzelne Teilabschnitte des Weges sind daher etwas abenteuerlich zu befahren.

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Sehenswürdigkeiten in Manacor

Manacor ist der Heimatort von Rafael Nadal – entsprechend hat Tennis natürlich einen hohen Stellenwert. Aktuell entsteht gar das Rafael Nadal International Tennis Centre, das als Sportleistungszentrum talentierte Spieler aus aller Welt anlocken soll.

Im Umfeld der Gemeinde Manacor finden Sie weitere Sehenswürdigkeiten:

  • Bei Porto Christo finden Sie die Höhlensysteme Coves del Drac („Drachenhöhlen“) mit einem der größten unterirdischen Seen der Welt und Coves dels Hams („Angelhakenhöhlen“).
  • Die historische Siedlung der Talaiot S’Hospitalet stellt die ältesten Spuren der mallorquinischen Besiedlung dar. Die Siedlung war bis 1500 v.Chr. bewohnt. Höhepunkt der Ausgrabungsstätte ist der Turm mit quadratischem Grundriss, der wahrscheinlich kultischen Handlungen diente, der Talayot. Er ist teilweise erhalten.
  • Die Kirche Son Peretó an der Straße von Palma nach Artà wurde im fünften Jahrhundert n. Chr. errichtet.

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Darüber hinaus finden Sie in der Region Manacor einige historische Kirchen und Klöster:

  • Das Kloster Sant Vicenç am Convent-Platz geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Kloster um eine inseltypische Klosterkirche barocker Bauart mit einem einzigen Kirchenschiff und acht Seitenkapellen erweitert. Die bemerkenswerte Pfeifenorgel aus dem 18. Jahrhundert ist erhalten.
  • Am Platz Rector Rubi wurde im 19. Jahrhundert die Pfarrkirche Nostra Senyora dels Dolors errichtet. An gleicher Stelle standen zuvor bereits Kirchen, der älteste Beleg geht auf das Jahr 1232 zurück. Vermutlich stand an gleicher Stelle zuvor eine arabische Moschee, die somit überbaut wurde. Der Glockenturm ist nach dem Baumeister der Kirche Torre Rubi benannt. Er ist das höchste Gebäude der Insel Mallorca und überragt mit seinen 80 Metern selbst die Kathedrale von Palma (70 m).
  • Eine urtpyische mallorquinische Windmühle ist an der Hauptstraße von Manacor nach Palma zu finden: Die Molí d’en Polit stammt aus dem 19. Jahrhundert.

2 Gedanken zu „Manacor

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